Schneescripte sind Klimakiller

„Ich weiß nicht, warum ich euch so hasse, Schneescripte dieser Welt.“ – Doch ich weiß es.

Jedes Jahr vor Weihnachten bauen unzählige Webseiten Schneescripte in ihre Seiten ein. So rieselt es dann vor sich hin, während man verweilt und liest. Oder lesen will. Schneescripte nerven! Die meisten sehen noch nicht mal schick aus. Grobschlächtige Gifs zuckeln über den Bildschirm bleiben auf halbem Wege liegen.

Ich denke mir dann so: irgendwas tickt da bei den Leuten aus. Ein Reflex nur, ein Relikt aus den frühen Anfängen von Javascript. Zack, rein damit. Ist ja nur eine Zeile im Template. Nett, läuft. Und was mit Javascript geht, funktioniert im Flashbanner sowieso. „Hamwa gleich ’n Aikätscha“. Ich kann euch förmlich denken hören, ihr Internetdesignagenturen dieser Welt. Das ist ungefähr so nützlich wie eine bunt blinkende Lichterkette, die man an der Außenseite eines Balkons befestigt. Natürlich so, dass man sie selbst nicht sehen kann muss.

Schneescripte sind die Pest!

Das schlimmste ist aber, dass diese Scripte technisch so grottenschlecht sind, dass sie jeden Rechner an ihre Leistungsgrenze bringen. Nach wenigen Sekunden Verweildauer dreht der Lüfter hoch und die CPU ist am Anschlag. Konsequenter Weise funktioniert sonst nicht mehr viel auf dem Notebook – aber es schneit.

Es gibt Studien darüber, wieviel Strom eine Google Suchanfrage benötigen soll. Lächerlich – wir schmelzen die Polkappen mit Schneescripten ab. Wenns draußen schon nicht mehr schneit, dann wenigstens im Browser. Dank Schneescripten. Von 1997. Drecksdinger!!!!!111elf

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