Ich mag keine Podcasts

Vielleicht fahre ich zu wenig Bahn, um Podcasts zu mögen. Irgendwas hat mich bisher davon abgehalten, Podcasts zu hören. Auch damals, als sie total beliebt waren. Mich nervt das mentale Stillsitzen und der lineare Konsum. Vor allem wenn redende Leute kein Gespür für Zuhörer haben. Heute habe ich aber tatsächlich so ein ganzes Ding am Stück gehört. Hat gar nicht weh getan und war nebenher gut zu hören eine schöne Abwechslung zu deepmix.ru.

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Schneescripte sind Klimakiller

„Ich weiß nicht, warum ich euch so hasse, Schneescripte dieser Welt.“ – Doch ich weiß es.

Jedes Jahr vor Weihnachten bauen unzählige Webseiten Schneescripte in ihre Seiten ein. So rieselt es dann vor sich hin, während man verweilt und liest. Oder lesen will. Schneescripte nerven! Die meisten sehen noch nicht mal schick aus. Grobschlächtige Gifs zuckeln über den Bildschirm bleiben auf halbem Wege liegen.

Ich denke mir dann so: irgendwas tickt da bei den Leuten aus. Ein Reflex nur, ein Relikt aus den frühen Anfängen von Javascript. Zack, rein damit. Ist ja nur eine Zeile im Template. Nett, läuft. Und was mit Javascript geht, funktioniert im Flashbanner sowieso. „Hamwa gleich ’n Aikätscha“. Ich kann euch förmlich denken hören, ihr Internetdesignagenturen dieser Welt. Das ist ungefähr so nützlich wie eine bunt blinkende Lichterkette, die man an der Außenseite eines Balkons befestigt. Natürlich so, dass man sie selbst nicht sehen kann muss.

Schneescripte sind die Pest!

Das schlimmste ist aber, dass diese Scripte technisch so grottenschlecht sind, dass sie jeden Rechner an ihre Leistungsgrenze bringen. Nach wenigen Sekunden Verweildauer dreht der Lüfter hoch und die CPU ist am Anschlag. Konsequenter Weise funktioniert sonst nicht mehr viel auf dem Notebook – aber es schneit.

Es gibt Studien darüber, wieviel Strom eine Google Suchanfrage benötigen soll. Lächerlich – wir schmelzen die Polkappen mit Schneescripten ab. Wenns draußen schon nicht mehr schneit, dann wenigstens im Browser. Dank Schneescripten. Von 1997. Drecksdinger!!!!!111elf

Kerner und Tagesthemen so: „Yeaahh, wir erklären Twitter und Blitzaufläufe“

Etwas seichte Unterhaltung im ZDF. Ein Mathematiker redet begeistert über Stochastik und Lotto und ein paar Journalisten reden seicht über noch seichteren Wahlkampf. Plötzlich steht ein Notebook auf Kerners Schreibtisch und er beginnt Twitter zu erklären. Langsam krallen sich meine Hände in die Bettkante und schon gehts los…

Mittlerweile ist meine Schmerzgrenze in der Berichterstattung über neue Medien wirklich hoch, aber nach diesem Intermezzo wusste ich nicht, ob JBK mir leid tun oder leid tun sollte. Leid tun, weil er sich offensichtlich noch nie mit dem Medium beschäftigt hat (oder zumindest so tat) und darüber redete (oder reden musste). Leid tun, weil er demonstrieren wollte (oder sollte) wie unmöglich doch „dieses Twitter“ ist. Etwa ein Nachtreten auf die zu früh getwitterten Wahlergebnisse? Eine Legitimierung der eigenen journalistischen Leistung zur Wahl? Knapp daneben. Ganz knapp! Nein, er hat gerade unerträglichen Journalismus bewiesen.

Man muss Twitter nicht nutzen, man muss es nicht mal gut finden. Twitter ist nur ein Medium. So wie Usenet und IRC, aber die sind gerade nicht (mehr) populär. Sie könnten aber genauso die „Pest“ verbreiten. „Braucht kein Mensch“.

Liebe Redaktion, stellt das nächste Mal ein Telefon auf den Tisch, lasst JBK irgendeine Hotline wählen (helft ihm ggf. dabei) und lasst ihn feststellen, dass kein Mensch Telefon braucht. Und dieses Fernsehen.

Und dann die ARD, Zitat: „du lieber Himmel“. In den Tagesthemen wird über den „Yeaahh“ Flashmob (allerdings in Wuppertal) berichtet. Vor allem wird deutlich: Es ist dieses Unverständnis der etablierten Medien, dass „da etwas“ passiert ist. Etwas, was nur durch das Netz möglich wurde. Und etwas, das für uns Netzbewohner längst „durch“ ist, bevor auch nur jemand die Chance hat, darüber zu berichten. Etwas, das scheinbar ohne Planung und Führung passiert, ohne langen Anlauf, ohne Ansprechpartner und Presseerklärung.

Und Robert Bautz im Interview so: „Das ist sehr diffus […] und ich glaube nicht, dass man dadurch viele Leute überzeugt.“ Überzeugen? Wen? Wovon? So zeigt auch er Unverständnis. Wie kann man über spontane Yeaahh-Rufer berichten, aber nicht über die Atomkraftgegner, die das von langer Hand geplant haben? Voll gemein!

Dann muss eben die Piratenpartei herhalten, die sich in diesem Fall aber nur schnell ins „Yeaahh“-Fahrwasser geworfen hat und mit der Initiierung der Aktion nichts zu tun hatte.


(via Spreeblick)

Bleibt zu sagen: „Sie haben sich bemüht.“

Piratenpartei – Die Geister, die ich rief

Klarmachen zum Ändern!

Dieser Tage werden Diskussionen im Internet oft mit diesem Satz beendet. Was anfangs noch charmant und mit einem Augenzwinkern verbunden war, ist zu einer Plattitüde geworden. Ich werde den Eindruck nicht los, dass es Heerscharen von Forenbewohnern gibt, die eigenes politisches Engagement fehlinterpretieren.

Diskussionen, die nur am Rande etwas mit Regierung und Internet zu tun haben, werden „geentert“, und auf ähnlich dogmatische Weise geflutet, wie man sie der derzeitigen Regierung im Hinblick aufs Internet gerne unterstellt.  Da darf man als Außenstehender schon mal an der Ernsthaftigkeit des Engagements zweifeln.

Das Gegenteil von Gut ist Gut gemeint (Kettcar)

Ich sympathisiere durchaus mit der Piratenpartei. Die Ambitionen dieser Partei der eigenen Mutter zu erklären, oder auch nur einer Freundin, ist weitaus mehr Arbeit, als einen gut gemeinten Kommentar im Internet abzugeben.

Modul Spotlight – Taxonomy Redirect

Seit jeher ist die Integration von Taxonomien eine Stärke einer frisch installierten Drupal-Seite. Es funktioniert out-of-the-box und zahlreiche weitere Module nutzen Taxonomie und erweitern den Einsatzbereich. Jeder Begriff einer Taxonomie ist in der Standardkonfiguration in einem Artikel als Link sichtbar. Klickt man drauf, gelangt man auf eine Seite mit allen Beiträgen zu diesem Begriff. Soweit ok, aber statt einer Seite mit Beiträgen im Teaser-Format benötigt man auch andere Darstellungen.

Zunächst gibt es da Views, der „hab-ich-eh-schon-installiert“ Allzweckwaffe. Views enthält einen Standard View „taxonomy_term“, mit dem sich die Taxonomy-Seite überschreiben lässt. Den kann man aktivieren und damit herumspielen. In aller Regel enthält eine Seite aber nicht nur Beiträge von einem Typ und eine einzige Taxonomie. Man möchte also für unterschiedliche Taxonomien unterschiedliche Übersichtsseiten haben.

Hier kommt Taxonomy Redirect ins Spiel. Mit Hilfe des Moduls kann man den verlinkten Pfad einer Taxonomie festlegen. Eigene Tokens sorgen dafür, dass dynamisch der verlinkte Begriff oder deren ID angehängt wird. Während also der Standard-Pfad z.B. auf taxonomy/term/220 verweist, kann dieser nun auf /mein-view/argument

So ausgestattet lässt sich wiederum ein View mit einem Argument versehen, der diesen Begriff als Taxonomie auswertet und die angezeigte Menge entsprechend eingrenzt.

[1] Drupal
[2] Modul Views
[3] Modul Taxonomy Redirect

Slideshow Module für Drupal 6

Slideshows. Da kann Drupal mit Hilfe von Views mal zeigen, was es kann. Und weil es so beliebt ist, wundert es wenig, dass es dafür ein paar Hände voll Module gibt. Viel Spaß beim Testen!

Eine Sammlung derzeit verfügbarer Slideshow Module:

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Neues Büro in Berlin

Seit kurzem habe ich ein neues Büro in Berlin. Die Bürogemeinschaft der [ *] Keksbox hatte nach ihrem Umzug von Karlshorst nach Friedrichshain noch einen Raum frei, in den ich nun zusammen mit Marco Rademacher einziehen und arbeiten werde. Erster Akt war das Verlegen von neuem Laminat für angenehme Arbeitsatmosphäre. Vielen Dank an Dirk für die Hilfe! Nun gibt es neben einem schicken Fußboden natürlich auch schon Strom, Internet und draußen ein kulinarisches Umfeld (also alles wichtige für den Arbeitsmodus). Der Rest folgt nach und nach und der Frühling im Kiez kann kommen. Ich freue mich auf Besuch in der Simon-Dach-Straße 21.