Drupal Module im Schnupperkurs

Der Erfolg von Drupal kommt zum Großteil durch die modulare Struktur. Die erlaubt es, Drupal nicht nur als CMS, sondern als Framework zu benutzen. Je nach Einsatz verschiedener Module lassen sich unterschiedliche Aufgaben mit Drupal erledigen – meist ohne eine Zeile Code zu schreiben.
Diese Macht der Module muss der geneigte Ausprobierer aber erstmal kennen und nutzen. Selbst kenne ich es nur zu gut. Ein „mal eben testen“ ist selten hilfreich. Man erkennt Funktion, Umfang und Qualität nicht schnell genug. Meiner Meinung nach ein Manko von Drupal. Andererseits muss man aber auch sagen, dass bei der Komplexität ein durchgeklicktes Tutorial nicht in 10 Minuten abgefrühstückt ist.
Dennoch täte etwas mehr Transparenz in den Modulen gut, um sich anfangs zurechtzufinden.

Problem 1: Die schiere Masse
Kein Mensch kann 1000 Module kennen. Täglich kommen ca. 5 neue hinzu. Die auf drupal.org benutzte Einteilung in Kategorien ist in die Jahre gekommen und nur bedingt zu gebrauchen. Außerdem wird sie vom Entwickler des Moduls willkürlich festgelegt.

Problem 2: Relevanz
Es gibt Module, die werden immer wieder empfohlen. Z.B. Views und CCK, nur muss man davon erstmal wissen. Es gibt keine Ratings oder Statistiken für Module, die zumindest ganz grob die „must haves“ erkennen lassen.

Problem 3: Qualität und Umfang
Hier ist Gespür gefragt. Manche Module versprechen mehr, als sie leisten, andere sind überzüchtet. Ums Ausprobieren kommt man nicht herum. Seit wann es ein Modul gibt und wie lang der Atem eines Maintainers ist, kann stark variieren. Ein gut gepflegtes, von vielen eingesetztes Modul reduziert das Risiko, sich unsicheren PHP-Code an Board zu holen.

Problem 4: Abhängigkeiten
Welche Drupal-Version für ein Modul benötigt wird, kann man mittlerweile gut erkennen. Einige Module haben aber auch Abhängigkeiten untereinander. Manche sind reine APIs, die wiederum von anderen Extension benutzt werden. Dieses Geflecht wird erst nach der Installation aufgelöst, wenn es nicht vorher in der README steht.

Will man mit Drupal mehr als nur spielen, sollte man die Entwicklung der eingesetzten Module regelmäßig verfolgen. Je nach Menge dieser Erweiterungen hat man ein leistungsfähiges, aber eben auch sensibles Konglomerat. Will man Drupal testen, ist es in den meisten Fällen der beste Weg, Tutorials zu lesen oder anzuschauen. In der Regel werden alle Module genannt, die man im konkreten Fall benötigt.

Update 19.04.2008:

Wie in einem neueren Blogpost beschrieben, nehmen sich jetzt neue Dienste (wie z.B. Drupalmodules) dieser Fragen an. Auch auf Drupal passiert etwas, wenn auch langsam, um die Relevanz von Modulen schneller zu erkennen.

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Ein Gedanke zu „Drupal Module im Schnupperkurs

  1. Pingback: Drupal Module - Bewerten und ähnliche Module finden « Ronald Krentz - rokr²

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